Banken gefährden die „Realwirtschaft“

Wiegands Warte September 2011

1.500 000 000 € oder 1,5 Mrd. € hat ein Casinojunkie oder seriöser „Investment Banker“ der UBS verzockt. Damit könnte man – wenn wir das in die sogenannte „Realwirtschaft“ übertragen – 10.000 neue Arbeitsplätze schaffen oder 100.000 Lean Senior Experts ausbilden welche wiederum mindestens 2 Millionen Menschen mit Lean Gedanken nachhaltig infizieren könnten.

D.h., diese 1,5 Mrd. € hätten in der Schweiz eine unglaubliche Effizienz- und Effektivitätssteigerung bewirken können, die die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Landes insgesamt langfristig gesteigert hätte.

Diese Opportunität zerstört durch zockende Investment Banker, die unser Geld vernichten oder sich über alle Maßen daran bereichern.

Wenn wir ins Casino gehen, müssen wir Euros für Jetons eintauschen und wenn wir mit rot verlieren, haben wir eben verloren. Die Banken machen das viel geschickter – sie müssen nur das Geld kassieren oder die Verluste ausgleichen. In diesem Fall nur 1,5 Mrd. € eines einzelnen Investment Bankers.

Wie viele abertausende gibt es eigentlich ??

Was zeigt und das? Die Realwirtschaft – wie uns die Banker nennen (was für ein unglaublich arrogantes Wort) – kann gar nicht so viel Effizienz- und Effektivitätssteigerung bringen wie die Banker mal eben – so nebenbei – vernichten mit Kapital, dass ihnen gar nicht gehört.

Gehen wir zurück in den volkswirtschaftlichen Grundkurs – dort steht geschrieben, dass nur die Wertschöpfung für das Wohl eines Staates, also das Bruttosozialprodukt und das Wohlergehen der Bürger verantwortlich ist. Dienstleistungen wie Haare schneiden oder Geld verleihen – sprich: banken – definitiv nicht. Sicher, wenn es dem Friseur und dem Banker gut geht, kann auch die Realwirtschaft davon profitieren. Doch zu welchem Preis und mit welchem Risiko?

Wir alle gehören der Realwirtschaft an und haben uns schon 2008/2009 von den Banken eine Rezession eingefangen, die uns an den Rand der Existenz gebracht hat und das nur, weil unsere Banker einen Euro 10mal verkauft haben. Und gerade sind wir wieder dabei uns von ihnen in die nächste Krise stoßen zu lassen. Bei der Hypo Real Estate mussten wir – Sie und ich – „nur“ 150 Mrd. € ausgleichen (das sind 1 Million neuer Arbeitsplätze oder 10 Millionen ausgebildete Lean Senior Experts oder 200 Millionen Menschen, die Effizienzen und Effektivitäten in unserem Unternehmen steigern könnten).

Historisch sind Banken Institute, die der Realwirtschaft helfen sollen, Investitionen zu tätigen, die sie unterstützen sollen, Krisen zu bewältigen und Gelegenheit geben sollen, schwer verdientes Geld sicher anzulegen.

Und heute:

Wenn wir – die Realwirtschaft – heute Geld brauchen, können wir es gerne haben, müssen aber meist genau dieselbe Summe als Sicherheit hinterlegen. Und die Banken selbst? Haben riesige Investmentgesellschaften, die mit Hedge Fonds, Termingeschäften und Leerverkäufen sich in ihrer selbst geschaffenen globalen Welt mit sogenannten Casinogeschäften reich machen bzw. falls es denn mal schief läuft – alles aufs Spiel setzen – auch die Realwirtschaft.

Dürfen wir das zulassen ??

Ich meine nein – zumindest sollten die Banken Glücksspiel- und/oder Vergnügungssteuer zahlen.

Bleiben Sie uns gewogen – bleiben Sie Lean.

Ihr Bodo Wiegand

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